Gynäkomastie

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Unter einer Gynäkomastie versteht man die einseitige oder beidseitige Vergrößerung der männlichen Brust, wobei drüsige Anteile und/oder die Fettzellen hypertrophiert sein können. Jungen und Männer können betroffen sein.

Meist ist ein Missverhältnis von Östrogen zu Testosteron die Ursache. Auch die Supplementeinnahme im Kraftsport und Bodybuilding, oder der Konsum von Cannabis, können das Krankheitsbild verursachen. Die Folgen einer Gynäkomastie können ein gemindertes Selbstwertgefühl, eine gestörte sexuelle Entwicklung und ein negatives Körperbild sein.

Beratung

Vor jedem operativen Eingriff findet ein ausführliches Beratungsgespräch und eine körperliche Untersuchung statt. Da jeder Patient einzigartig bezüglich Anatomie und Wünschen ist, wird für jeden Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt, der auf den neuesten Methoden und Erkenntnissen der Plastischen Chirurgie basiert. Fotografien werden angefertigt und anhand von Diagrammen der Eingriff schrittweise erklärt, inklusive Limitationen, möglichen Risiken, alternativen Behandlungsmethoden und Nachbehandlungsplan.

Ziel ist es, realistische Erwartungen abzustecken und gemeinsam die gewünschten Resultate zu definieren. Die gewählte Operationstechnik und somit Lage und Form der Narben, wird den individuellen Charakteristiken des Patienten angepasst.

Dabei spielen Ausmaß der Vergrößerung und die Hautelastizität eine große Rolle. Hormonelle Störungen müssen gegebenenfalls präoperativ endokrinologisch abgeklärt und behandelt werden. Auch eine bildgebende Diagnostik mittels Ultraschall und/oder Mammographie ist manchmal notwendig, um seltene Ursachen einer (einseitigen) Brustvergrößerung, wie zum Beispiel den Brustkrebs des Mannes, auszuschließen.

Operationsmethoden

Die modernsten Operationsmethoden kommen zum Einsatz. Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt.

Viele verschiedene Techniken sind bekannt und haben sich bewährt. Die für den Patienten beste Operationsmethode wird gewählt, wobei der Entscheidungsprozess durch die Anatomie der Brüste, sowie das Ausmaß des überschüssigen Volumens und die Qualität von Haut und Bindegewebe bestimmt wird.

Um ein ästhetisch optimales Ergebnis mit bestmöglicher Symmetrie zu erzielen, müssen oft beide Brüste mit viel Liebe zum Detail operiert werden. Bei einer moderaten Gynäkomastie reicht es oft aus, über zwei bis vier kleine Inzisionen, das überschüssige Gewebe abzusaugen (Aspirationslipektomie). Bei erheblicher Vergrößerung oder sehr festem drüsigen Gewebe, muss hingegen zusätzlich ein kleiner halbkreisförmiger Schnitt entlang des unteren Pols der Brustwarzen gelegt werden, um das überschüssige Gewebe entfernen zu können. Zusätzlich kann dann noch eine Absaugung erfolgen, um die Übergange zur Brustwand harmonisch zu gestalten und auch Ausläufer in die Achselhöhlen zu entfernen. Bei sehr ausgeprägten Befunden mit erheblichem Hautüberschuss muss manchmal eine Bruststraffung durchgeführt werden, nachdem das überschüssige Gewebe entnommen wurde.

In der Regel können die Narben sehr klein und unauffällig designed werden, um eine Stigmatisierung des betroffenen Patienten zu vermeiden.